Die Salzburger Pfingstfestspiele, heuer der Pandemie zum Opfer gefallen, haben ihr Programm fürs das nächste Jahr vorgestellt. Leiterin und Star-Mezzo Cecilia Bartoli rückt ihre Heimtatstadt Rom ins Zentrum des Festivals, das von 21. bis 24. Mai 2021 stattfinden soll. Als Herzstück ist Georg Friedrich Händels Oratorium "Il trionfo del Tempo e del Disinganno" geplant: Robert Carsen zeichnet für die Regie verantwortlich, Bartoli, Mélissa Petit, Lawrence Zazzo und Charles Workman leihen den allegorischen Figuren ihre Stimmen. Begleitet werden sie von den Musiciens du Prince-Monaco unter der Leitung von Gianluca Capuano, die Premiere ist am 21. Mai.

Zwei konzertante Opernaufführungen stehen ebenfalls auf dem Programm: einerseits Mozarts "Clemenza di Tito" (wieder mit Petit und Bartoli sowie Dirigent Capuano), andererseits Puccinis "Tosca" in einer Luxusbesetzung mit Anja Harteros, Jonas Kaufmann und Bryn Terfel, geleitet von Zubin Mehta. Zudem befasst sich ein Orchesterkonzert unter Mehta mit Ottorino Respighi und Felix Mendelssohn; der englische Pultstar John Eliot Gardiner wiederum präsentiert geistliche Barockwerke, darüber hinaus wird Alessandro Scarlattis Oratorium "Cain, overo Il primo omicidio" zur Aufführung gebracht. Cecilia Bartoli prägt die Pfingstfestspiele seit 2012 als Programmplanerin und zentrale Bühnenfigur, ihr aktueller Vertrag läuft bis zum Jahr 2026. (irr)