Zwei Menschen auf einem Segelboot machen sich auf zu einer Ausfahrt auf ruhiger See. Mit dabei haben sie etwas zu essen, Wein und "Ankerschnaps". Doch aus dem Ausflug der Freunde wird eine Reise ohne Wiederkehr.

"Es gibt mich nicht mehr", heißt es so auch gleich zu Beginn. Und wird es am Ende erneut heißen, wenn sich der Satz in unentrinnbarer Deutlichkeit eingelöst hat. Als mystisch und poetisch gelten die Stücke des norwegischen Autors Jon Fosse, steckt doch in all den Unergründlichkeiten seiner Figuren immer jene Bodenlosigkeit des Unaussprechlichen, die so banal wie unauflösbar ist. Alles ist, was es ist, und ist es doch nicht, beschreibt der "Eine" das Gefühl, ein Stein, eine Betonwand zu sein, und den Wunsch, endlich "leicht" zu sein "wie der Wind".

Ingrid Lang entwickelt ihre Inszenierung auf leerer Bühne und mit wenigen szenischen Mitteln, von denen die in zarten Wellen den Boden langsam einnehmenden Wasserlacken zu den stärksten zählen. Anne Bennent ringt als "die Eine" ihre Worte zuckend, grimassierend und wankend aus sich heraus, Jakob Schneider als fragender, am Ende angstschwankender "Anderer" gewinnt stetig an Präsenz. Langs Entscheidung, aus den beiden Protagonisten Mann und Frau zu machen und so eine vordergründig "klassische" Beziehungsgeschichte zu erzählen, lässt den Text zwar leichter "lesbar" werden. Doch läuft ihre Interpretation des 2007 uraufgeführten Stücks dadurch auch deutlich Gefahr, einiges an poetischer Dichte zu verlieren.