Bettina Masuch ist am Freitag als neue künstlerische Leiterin des Festspielhauses St. Pölten vorgestellt worden. Die Kulturmanagerin, die sich gegen 47 Mitbewerber aus sieben Nationen durchgesetzt hatte, soll ab Herbst 2022 für vorerst vier Spielzeiten ihre Arbeit aufnehmen. Im Rahmen eines Pressegesprächs kündigte sie eine "leichte Akzentverschiebung" des Programms zum zeitgenössischen Tanz an.

Masuch hat ihre Karriere als Dramaturgin in Brüssel, Jena und an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz gestartet. Seit Jänner 2014 ist sie Intendantin des tanzhaus nrw in Düsseldorf.

Masuch hat am Freitag ihre Vorhaben als neue künstlerische Leiterin des Festspielhauses St. Pölten ab Herbst 2022 grob umrissen. Sie kündigte an, die Arbeit an der Kultureinrichtung hin zu einem "inklusiven Haus der Begegnung, kulturell mehrsprachig, zwischen Tradition und Gegenwart mit einem Herzen für den zeitgenössischen Kanon, mit einer Vielzahl künstlerischer Ausdrucksweisen und einem breiten Vermittlungsangebot" weiterentwickeln zu wollen.

In das Haus habe sich Masuch bereits "ein bisschen verliebt". Es verbinde den Festspielgedanken mit der Gegenwart und verfüge über eine "gut proportionierte Bühne", die es für große Produktionen zu nutzen gelte, denn in St. Pölten könne man Tanz und Musik "groß denken". Dies sei auch möglich, weil das Festspielhaus die Residenz des Tonkünstlerorchesters sei.

Masuch kündigte zudem an, in Bezug auf das Programm ästhetische mit ethischen Fragestellungen verbinden und die Themen "Empathie und Fürsorge" in den Mittelpunkt stellen zu wollen. Besonderes Augenmerk will Masuch auf die Kunst- und Kulturvermittlung legen.