Film- und Theaterstar Helen Mirren hat wegen der Corona-Krise vor einer Armutsfalle in der britischen Theaterbranche gewarnt. Viele dort Beschäftigte, von den Bühnenarbeitern bis zu den Schauspielern, seien selbstständig und seit der Schließung der Theater in finanzieller Not, sagte die 75-jährige Britin am Montag der britischen Nachrichtenagentur Press Association. Ohne Unterstützung drohe einigen die Obdachlosigkeit.

Während der ersten Corona-Welle im März mussten im ganzen Land die Theater schließen. Inzwischen wurden die Beschränkungen gelockert, doch können sich viele Häuser einen Betrieb mit stark begrenzter Zuschauerzahl nicht leisten. Einige mussten bereits für immer dicht machen. Die Regierung beschloss zwar zusätzliche Hilfen für den bedrängten Kulturbetrieb, doch gelten sie für viele der freien Mitarbeiter nicht.

Die Betroffenen lebten normalerweise von "Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck", und wenn diese ausblieben, werde es schwierig, sagte Mirren: "Sie müssen Rechnungen zahlen, sie müssen ihre Miete zahlen und gehören oft nicht zu der Sorte Menschen, die in der Lage waren, einen netten kleinen Sicherheitsfonds für sich zu schaffen". Sie sei sich "sicher, dass viele der Obdachlosigkeit entgegensehen".

"Menschen brauchen finanzielle Unterstützung, und sie brauchen Lebensmittelhilfen", sagte die Schauspielerin weiter, die sich gerade an einer Kampagne für 200.000 kostenlose Mahlzeiten für Obdachlose und Bedürftige zur Weihnachtszeit beteiligt. (apa/dpa)