2018 hatte der Rechnungshof (RH) die Art for Art Theaterservice GmbH geprüft und bei der Tochtergesellschaft des Bundestheaterkonzerns eine umfassende Kritik der Preispolitik sowie mancher Personalfragen vorgelegt.

In seinem nun vorliegenden Folgebericht zieht der RH Bilanz. Demnach hat Art for Art drei von sechs Empfehlungen umgesetzt, eine teilweise und zwei noch gar nicht. Die Bundestheater-Holding setzte die beiden sie betreffenden Empfehlungen teilweise um.

In der Art for Art wurden mittlerweile bei der Beschaffung von Fahrzeugen die dienstlichen Notwendigkeiten berücksichtigt, bei den Abrechnungen mit den Kreativ-Werkstätten eine kostenwahre Verrechnung angewandt und Kostensenkungspotenziale bei der Entlohnung der Mitarbeiter realisiert. Auch sei nunmehr ein Koordinator zur Optimierung der verschiedenen Abläufe eingesetzt.

Eine umfassende Evaluierung des Personaleinsatzes und der Mitarbeiterbezüge vor allem im Hinblick auf zukünftige Leistungen sei indes noch nicht erfolgt. Auch sei die Empfehlung, das bestehende Preisgefüge zu überprüfen und Mindestpreise einzuziehen, von der Art for Art noch nicht und von der Holding nur teilweise umgesetzt worden.

Die im Oktober vergangenen Jahres neu angetretene Art-for-Art-Geschäftsführerin Petra Höfinger wird sich dieser Agenden annehmen. Höfinger übernahm die Position kurzfristig, da der im Frühjahr gekürte Geschäftsführer Axel Spörl angesichts schwerwiegender Vorwürfe bereits nach wenigen Tagen als Geschäftsführer zurückgetreten war.

Die Art for Art ist eine zentrale Schnittstelle, fasst für sämtliche Bundestheater Kostüm- und Dekorationswerkstätten, Kartenvertrieb, Gebäudeverwaltung sowie EDV zusammen. Sie gehört zu 51,1 Prozent der Holding, die übrigen 48,9 Prozent sind unter den drei Bühnengesellschaften aufgeteilt.