Im März letzten Jahres wurde es coronabedingt abgesagt, heuer wird eine abgespeckte Online-Version veranstaltet: Das vom Wiener Brut organisiert und kuratierte Imagetanz bringt bis 28. März ein "Emotional Support Festival", das für bessere Stimmung beim Publikum, aber auch bei den Künstlern sorgen soll.

"Wir wollten nicht einfach im Moment verharren, sondern mit den Möglichkeiten spielen und weitermachen, die sich jetzt bieten. Und wir haben dann nach Formaten gesucht, um Imagetanz trotzdem stattfinden zu lassen", so Kurator Flori Gugger vorab in einem Interview. Es sei wichtig, so Gugger weiter, dass keine Sendepause herrsche. "Wir arbeiten improvisiert, digital, in hybriden Formen und lassen uns auf die Gegenwart ein, um sie mitzugestalten und sie nicht nur sich selbst zu überlassen", heißt es in der Programm-Ankündigung.

An die aktuellen Gegebenheiten hat sich die australische Performerin Samara Hersch in "Body of Knowledge - At Home" angepasst. In dem Online-Stück sind die Zuschauer von ihren Wohnzimmern aus live mit Teenagern aus der ganzen Welt verbunden. Daraus entwickelt sich ein Dialog über große und kleine Fragen des Lebens und der Zukunft.

Mit "Under Pressure" von Henrike Iglesias streamt Imagetanz live aus den Sophiensaelen in Berlin. Die Performance thematisiert in einer interaktiven Wettbewerbsshow den Leistungsdruck unserer Gesellschaft und es geht humorig darum, die beste Henrike zu finden.

Neben den beiden Live-Performences werden auch filmische Uraufführungen gezeigt, die im Theaterraum entstanden sind: So macht Julia Müllner den Prozess der Fermentation zum Thema und lädt zu einer kollektiven Verabredung mit Mikroorganismen. Johanna Nielson, Agnes Schneidewind und Marina Poleukhina tauchen in lustvolle Welten des Tarot ein. Ferner stehen etwa Werke von Jeaskaran Anand, Malika Fankha, Florian Malzacher auf dem Programm des Festivals.