Ursprünglich war eine "Turandot"-Premiere mit Anna Netrebko geplant, dann fiel die Oper der Pandemie zum Opfer – nun wurde das gesamte Festival verschoben. Die Salzburger Osterfestspiele finden erstmals in ihrer Geschichte nicht zum angestammten Termin statt, sondern im Herbst. Die Veranstaltungsreihe soll von 29. Oktober bis 1. November rund um das Allerheiligen-Wochenende ausgetragen werden, das Programm werde im Mai bekanntgegeben. Bereits erworbene Karten verlieren ihre Gültigkeit und werden rückabgewickelt.

Bis zuletzt gehofft

Das Festival hatte bis zuletzt bei der Politik auf grünes Licht für das Osterwochenende gehofft und sich bewusst Zeit gelassen mit einer letztgültigen Entscheidung. Nun aber sei klar, "dass eine Durchführung im April aufgrund der aktuellen Vorgaben der Bundesregierung nicht möglich ist", erklärt der kaufmännische Leiter Nikolaus Bachler. Christian Thielemann, noch heuer und 2022 gemeinsam mit der Staatskapelle Dresden künstlerisches Zentrum des Festivals, hofft darauf, das Osterprogramm weitgehend in den Oktober retten zu können. "Auf jeden Fall wird es auch im Herbst ein Wiedersehen mit der Staatskapelle in Kombination mit hochkarätigen Solisten geben." (irr)