Die Bundestheater und die Freie Theaterszene wollen künftig enger zusammenarbeiten. Zwischen Bundestheater-Holding und IG Freie Theaterarbeit wurde eine "wesentlich bessere und vor allem regelmäßige Abstimmung" beschlossen, teilte man am Montag in einer Aussendung mit. Diese soll auch Teil der Berichterstattung an den Bund werden. Das ist aus Gesprächen rund um den von Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) angestoßenen "Fairness-Prozess" entstanden.

Die Coronakrise habe sichtbar gemacht, dass es an großen Theater-und Opernhäusern oft keine geregelten Schnittstellen für die Anliegen von Gastkünstlerinnen und Gastkünstlern gibt. Diesem Umstand wollen die Bundestheater nun Rechnung tragen. Eine "inspirierende und produktive Zusammenarbeit" sei ihr ein großes Anliegen, so Mayer. "Denn diese beiden Bereiche existieren nicht unabhängig voneinander, sondern sind in sich verzahnt." Auch Christian Kircher, Geschäftsführer der Bundestheater-Holding, begrüßte den Schritt und verwies auf die Bedeutung eines fairen Arbeitsklimas. Ulrike Kuner, Geschäftsführerin IG Freie Theaterarbeit, betonte wiederum, dass man so die Arbeitsbedingungen von freischaffenden Künstler an den Bundestheater "kontinuierlich reflektieren und für beide Seiten verbessern" könne. (apa)