Wien. Von einer Corona-Ausgabe kann keine Rede sein: 61 Produktionen aus mehr als 20 Ländern bietet das heurige ImPulsTanz-Festival von 15. Juli bis 15. August an zwölf Spielstätten an. Bei der Programmpräsentation erinnerte ImPulsTanz-Chef Karl Regensburger an den kürzlich verstorbenen Ismael Ivo. Dem Festival-Mitbegründer ist eine Ausstellung im Odeon gewidmet, sowie eine Gala im Volkstheater am 1. August. Es könne nur in Ivos Sinne sein, so Regensburger, "wenn wir nach all der herausfordernden Zeit ein Festival feiern, das sich so weltumspannend wie möglich der lebendigen Begegnung widmet".

Schrittmacher

Eröffnet wird das Festival am 15. Juli im Odeon mit Alexandra Bachzetsis’ "Private Song", das für die documenta 14 entstanden ist. Akram Khan, der vom Magazin "tanz" zum Choreografen des Jahres 2020 gekürt wurde, ist mit der österreichischen Erstaufführung von "Outwitting the Devil" ab 11. August im Volkstheater zu Gast. Mit Meg Stuart kommt ein altbekannter Gast zu ImPulsTanz: Im Gepäck hat sie die Uraufführung von "Cascade" mit einem Bühnenbild von Philippe Quesne (Premiere am 17. Juli im Volkstheater). Eine Arbeit, die sie pandemiebedingt bereits acht Mal verschieben musste, wie sie via Bildschirm zugeschaltet erklärte.

Weitere Uraufführungen kommen etwa von heimischen Choreografen wie Willi Dorner ("figure"), Saskia Hölbling ("Through Touches") und Liquid Loft ("Still / Stranger Than Paradise"). Im MuTh zeigt man etwa Reenactments aus der Tanz(post)moderne, das mumok wartet mit einem Musikvideoprogramm auf. Wer selbst losfegen möchte, vermag aus 188 Workshops auszuwählen: Let’s dance!