Eine Mozart-Oper, die an Figaros Hochzeitstag spielt, ist bekannt. Neu ist jedoch die Fassung, in der seine Braut Susanna entführt wird und der Bräutigam ein Detektiv-Trio engagiert, um sie wiederzufinden. Verdächtig sind nämlich alle anderen Hausbewohner: Marcellina, die mürrische Hausmeisterin, Bartolo, der empfindliche Meisterkoch, der musizierende Cherubino und natürlich der schöne wie eitle Graf. Sie alle haben ein Motiv, die Hochzeit der beiden zu vereiteln. Doch die Bassabande, bestehend aus Koko, Blondchen und Belmonte, löst den Fall natürlich ohne Probleme.

Für das Theater an der Wien haben Anna Bernreitner (auch Regie) und Catherine Leiter unter diesem Plot mit Figuren und Musiken aus zwei Mozart-Opern ein 80-Minütiges Kindertheaterprojekt geschmiedet. Die Melodien und Themen sind bekannt, die (meist deutschen) Texte neu.

Blickfang der Produktion ist die fantasievolle Bühne mit beweglichen Videoprojektionen. - © Theater an der Wien / Christa Fuchs
Blickfang der Produktion ist die fantasievolle Bühne mit beweglichen Videoprojektionen. - © Theater an der Wien / Christa Fuchs

Die (aus dem Herbst verschobene) Premiere des Projektes dieses Wochenende erwies sich als kurzweiliges wie fantasievolles Musiktheater für junge Menschen: pointiert inszeniert, trotz einer Indisponiertheit ordentlich gesungen und zumindest engagiert musiziert. Besonders originell: die detailverliebte Bühne mit bunten wie beweglichen Videoprojektionen. Eine gelungene, kindgerechte und interaktive Kombination aus zeitlosen Stoffen und Musiken, frischen Texten und Neuen Medien.