Wien. Die 100.000-Besucher-Festivals gibt es noch! Trotz Covid-19! Mit Stolz in der Stimme und fast trotzig verkündet dies Intendant Karl Regensburger bei der Abschlusspressekonferenz des diesjährigen Impulstanz-Festivals bereits am Mittwoch, 10. August, im Wiener Odeon. Obwohl das Tanz-, Performance- und vermehrt Musik-Festival noch bis Sonntag einiges an Highlights zu bieten hat. So stehen etwa noch die österreichische Erstaufführung von "Outwilling The Devil" des renommierten Choreografen Akram Khan oder des heimischen Tanzschaffenden Chris Harings "Still/Stranger Than Paradise" auf dem Programm.

Zögerlicher Beginn

Nach einem zögerlichen Beginn, so Regensburger, "wurden wir später von Interesse überrannt". "Es sieht relativ gut aus", zieht der Intendant Bilanz. Aufgrund der strengen Kontrollen bezüglich 3G und 2G vor den Workshops und Veranstaltungen hätten sich die Besucher sicher gefühlt, erklärt Regensburger den Ansturm auf das Festival. Immerhin werden voraussichtlich 107.700 Besucher zu verzeichnen sein. Davon 65.700 bezahlende. 2019, also im Jahr vor der Pandemie, besuchten 136.500 Interessierte Impulstanz.

Zu Gast waren 51 Kompagnien, die 20 Uraufführungen und 34 österreichische Erstaufführungen auf die unterschiedlichen Bühnen zwischen WUK und Volkstheater brachten. Es standen 61 Produktionen und 185 Workshops auf dem Programm. Bis zum Ende des Festivals rechnet man mit einer Gesamtauslastung von 88 Prozent.

Dem Mitbegründer Ismael Ivo, der im April an einer Covid-19-Erkrankung starb, wurde mit einer ihm gewidmeten Performance mit zahlreichen Gästen gedacht, im Odeon ist die Ausstellung "Erinnerungen an Ismael Ivo" noch bis Samstag zu sehen. (vf)