"In 20 Jahren ist so viel Unterschiedliches passiert. Wir zeigen eine Bestandsaufnahme der Gegenwart mit feinen Linien in die Vergangenheit und einen Blick in die Zukunft", sagt Bettina Kogler. Die Leiterin des Tanzquartiers Wien präsentierte am Donnerstag den Spielplan der aktuellen Saison, der auch anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums des Tanz- und Performance-Hauses den dazugehörigen sechswöchigen Themenschwerpunkt "Past/Present/Future" beinhaltet. Kogler hat von einer Retrospektive abgesehen, denn sie könnte den 20 Jahren umfassenden Schaffens nicht gerecht werden. Ein Rückblick auf die Zahlen des Hauses der beiden Jahrzehnte zeigt, dass seit Herbst 2001 rund 863.000 Besucher zu verzeichnen sind, 393.000 davon bei Tanz- und Performanceveranstaltungen.

Ein feuchtes Wesen

Die Schwerpunkteröffnung startet am 8. Oktober mit "Bruno" der in Wien lebenden Performerin Alix Eynaudi. Doris Uhlich beschäftigt sich dann in "Gootopia" (15. Okt.) mit Schleim und den Menschen als feuchtes Wesen. Es folgt Florentina Holzinger mit "A Divine Comedy" am 22. Oktober und Philipp Gehmacher "In its Entirety" (5. Nov.). Performances von Alexander Gottfarb und Michael Turinsky stehen ebenfalls auf dem Programm.

Ab dem kommenden Jahr erhält das TQW eine neue Vierjahresförderung, die eine Subventionserhöhung von 250.000 Euro beinhaltet (Gesamtjahresförderung der Stadt Wien: 3,2 Millionen Euro). Teile der Erhöhung werden ab 2022 in eine Art Tanzquartier-Ensemble fließen, das, bestehend aus fix angestellten Performern und einem Chorografen, ein Stück erarbeiten wird.