Im Rahmen des Europäischen Kulturmarken-Awards 2021 ist die Brunnenpassage Wien mit dem "Europäischen Preis für Stadtkultur" ausgezeichnet worden. Wie der offene Kunstraum aus Wien-Ottakring am Mittwoch in einer Presseaussendung mitteilte, hat man sich gegen 14 Mitbewerber aus ganz Europa durchgesetzt, unter anderem gegen die Stadt Bonn. Für die Preisverleihung hat es das Team der Brunnenpassage nicht weit: Sie wird im Dezember in Wien die Bronzestatue AURICA erhalten.

Ursprünglich war die Preisverleihung in Dresden geplant. Wegen der steigenden Coronafallzahlen in Sachsen wurde diese jedoch abgesagt. Gewürdigt wurde die Brunnenpassage von der Jury für ihre außergewöhnlichen Formate und ihr hohes Maß an Diversität, welches die künstlerischen Inhalte präge. Sie leiste einen herausragenden Beitrag zur transkulturellen Verständigung "durch Theater, Performance & Tanz, Musik, Bildende Kunst und Film für verbindende Elemente. Als Modellprojekt für transkulturelle Kunst wird die Brunnenpassage in ihrer Wirkung weit über die Grenzen Österreichs hinaus wahrgenommen".

400 Veranstaltungen im Jahr

Über 400 Veranstaltungen finden jährlich in der ehemaligen Markthalle am Wiener Brunnenmarkt statt, die seit 2007 als offener Kunstraum fungiert. Die künstlerische Leiterin der Brunnenpassage, Anne Wiederhold-Daryanavard, zeigte sich sehr erfreut über den Preis und betonte das Konzept, demzufolge man sich für die Interessen marginalisierter Akteurinnen und Akteure im Kultursektor einsetze.

Eine Besonderheit des Kunstraums ist das Prinzip "Pay as you can!": Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Damit dies beibehalten werden kann, wird lediglich um einen angemessenen Beitrag gebeten. Träger der Brunnenpassage ist die Caritas Wien. (apa)