"Das Versprechen der Öffnung hat gehalten", freut sich Bundestheater-Holding-Chef Christian Kircher. Ab Sonntag, 12. Dezember, geht der Vorhang vielerorts wieder hoch, auch Museen öffnen ihre Pforten. Bei den Corona-Maßnahmen setzt man diesmal auf Einheitlichkeit: Es gilt die mittlerweile wohlbekannte 2G-Regel (geimpft, genesen) sowie eine durchgehende FFP2-Maskenpflicht. "Ich glaube, dass wir für die Kultur sehr gut verhandelt haben und dass es auch Vertrauen gibt in die Kulturbetriebe, wie sie alle Vorgaben durchführen und kontrollieren", äußerte sich Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne).

Was bieten nun die Wiener Kulturbetriebe in den kommenden Tagen? Ein Überblick über kulturelle Höhepunkte und Premieren bis Weihnachten.

Die großen Bühnen der Bundestheater starten - wohl aufgrund eines Missverständnisses über das tatsächliche Lockdown-Ende - erst am 13. Dezember den Spielbetrieb. Nur im Vestibül des Burgtheaters steht bereits am 12. Dezember die Jugendtheater-Premiere von David Greigs "Monster" auf dem Spielplan. Auch die Josefstadt nimmt am Sonntag den Spielbetrieb wieder auf, gezeigt wird "Der Bockerer" mit einem fulminanten Johannes Krisch in der Titelrolle.

Mit einem Premieren-Doppelschlag ist am Samstag, 18. Dezember, zu rechnen: Im Akademietheater wird die Dramatisierung von Marianne Fritz’ Roman "Die Schwerkraft der Verhältnisse" erstmals gezeigt, und die Josefstadt wartet mit Oscar Wildes "Der ideale Mann" in der Regie von Alexandra Liedtke auf.

Nur das Volkstheater hat sich mit der Ankündigung, den Spielbetrieb erst am 7. Jänner 2022 wieder aufzunehmen, etwas voreilig aus dem Rennen genommen; vorerst ist ab Jänner nur das coronataugliche Ein-Personen-Format "Black Box" angesetzt.

Die Staatsoper nimmt ihren Spielbetrieb am 13. Dezember mit jenem "Don Giovanni" auf, der erst in der Vorwoche vor leeren Reihen für die TV-Kameras Premiere hatte. Auch die Volksoper startet am Montag, zeigt dann aber noch nicht die Premiere von Kurt Weills "Lady In The Dark", die für Anfang Dezember geplant war, sondern eine öffentliche "Voraufführung" der Produktion. Die offizielle Premiere ist auf den 18. Dezember verschoben worden, um noch etwas Vorbereitungszeit zu gewinnen. Das Theater an der Wien geht analog vor: Der Premierentermin von "Giulio Cesare in Egitto" in der Regie von Keith Warner mit Bejun Mehta wird in eine öffentliche Generalprobe umgewandelt, das Debüt vom 14. auf den 17. Dezember verschoben. Die Kammeroper zeigt ihre Produktion "Thérèse Raquin" krankheitsbedingt nicht ab 13., sondern 16. Dezember. Und die Konzertsäle? Der Musikverein startet am Montag mit einer Soirée der Wiener Philharmoniker unter Kirill Petrenko, das Konzerthaus eröffnet bereits am Sonntag mit Auftritten der Wiener Symphoniker und des Mariinski-Orchesters.

Offene Türen findet man in den Wiener Museen: Ab Sonntag, 12. Dezember, kann man von Albertina über Belvedere bis hin zu Mumok und Leopold Museum sowie sämtliche Standorte des Kunsthistorischen Museums wieder uneingeschränkt besuchen.

Weitaus differenzierter gehen es hingegen die Wiener Kinos an, praktisch jedes Kino hat im Lauf der kommenden Woche andere Starttermine festgesetzt.