Das Volkstheater Wien bleibt bei seinem Entschluss, erst am 7. Jänner 2022 wiederaufzusperren. Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) hatte dem Haus am Mittwoch angesichts des Lockdown-Endes zum versprochenen Zeitpunkt am 12. Dezember nahegelegt, diese "etwas vorschnell verkündete" Entscheidung "jetzt noch einmal zu überdenken". "Wir geben zur Anfrage von Frau Mayer kein Statement ab", hieß es am Freitag auf Nachfrage der APA.

Die Gründe für die Entscheidung habe man am 26. November genannt. Damals verwies man auf den notwendigen Vorbereitungszeitraum für eine Wiedereröffnung sowie den Willen, ständige Verschiebungen zu vermeiden. Nicht zuletzt gelte es auch, einen beständigen Schwebezustand für die Mitarbeitenden zu vermeiden, stünden doch drei Produktionen praktisch unmittelbar vor der Premiere. "So wichtig der erneute Lockdown auch ist, für das Volkstheater kommt er zum erdenklich schlechtesten Zeitpunkt. Das zarte Pflänzchen des Wachstums und Ankommens ist niedergetrampelt worden, und wir müssen wieder von Neuem anfangen", zeigte sich Intendant Kay Voges damals konsterniert. Voges soll sich derzeit in Deutschland aufhalten. Er selbst hat sich zu den neuen Umständen bisher noch nicht geäußert.

Laut Volkstheater-Homepage startet das Haus am 7. Jänner mit einigen Vorstellungen des Solo-Audio-Rundgangs "Black Box", am 12. Jänner folgt im Haupthaus dann die Uraufführung von "Ach, Sisi - neunundneunzig Szenen" von Rainald Grebe und Ensemble. (apa)