Die Wiederaufnahme-Premiere von Verdis "Don Carlo", welche die Wiener Staatsoper für den Donnerstag (16. Dezember) plant, scheint unter keinem guten Stern zu stehen - zumindest, was die Gesundheit der Beteiligten betrifft. Bereits bekannt war, dass Musikdirektor Philippe Jordan den an den Folgen eines Sturzes laborierenden Franz Welser-Möst am Pult ersetzen wird und dass María José Siri den erkrankten Publikumsliebling Asmik Grigorian als Elisabetta ersetzt.

Doch bei diesem Umbesetzungsreigen für die Inszenierung von Daniele Abbado bleibt es nicht, wie die Staatsoper am Montag mitteilt. Nun fällt auch Dmitry Ulyanov als Großinquisitor krankheitsbedingt aus und wird durch den estnischen Bass Ain Anger ersetzt - der eigentlich als Philipp II. für den Abend gebucht war. Diese Rochade wiederum bringt Weltstar René Pape ins Spiel, der nun Philipp II. singen wird. Eigentlich war der deutsche Hüne ursprünglich ja als Gurnemanz im ab Mittwoch angesetzten "Parsifal" vorgesehen, war aufgrund einer Erkrankung aber durch Georg Zeppenfeld ersetzt worden. Nach rascher Genesung steht Pape nun also für den "Don Carlo" zur Verfügung und ist das neue Ensemble für Donnerstag komplett. Stand Montag.(apa)