Das Auftragswerk ist der erste abendfüllende Theatertext des bekannten Zeichners und Autors. Dass Rubinowitz Texte auf Stoff stickt, mag weniger bekannt sein. Auch, dass er ein veritabler Fan der Sparks ist, deren 1982 erschienenem Song er, entgegen allen erwartbaren Vermutungen, den Titel seines Stückes entlehnt. Ursula Leitners rhythmisch überzeugende Inszenierung hält sich dicht an die Lyrics von "Sherlock Holmes": Da wären etwa der Nebel, die Hunde und die nächtlichen Einsamkeiten des Autoren-Alter-Egos "Wojo".

Da wäre auch das dem Lied immanente Moment des Vorgebens, "just pretend". Etwa, dass man ein Autor ist, der zwar die Wohnungswände mit seinen Stückentwürfen tapeziert, aber dann doch nichts Rechtes zu produzieren weiß. Das wissen auch Annette und Wiltrud, die den beständig scheiternden Autor in regelmäßigen Abständen heimsuchen und wortreich an seine erzählerischen Unzulänglichkeiten erinnern.

Das Motiv des an den eigenen Ansprüchen scheiternden Schreibenden ist nicht neu, so wenig sind es die damit einhergehenden biografischen Referenzen. Rubinowitz lässt seine Protagonisten, Wojo van Brouwer, Annette Isabella Holzmann und Wiltrud Schreiner - alle drei in spielerischer Hochform - fulminant in eine ziemlich diskurslastige und mit der Zeit auch anstrengende Szenenfolge stürzen, aus der weder ein Plot noch eine Erkenntnis aufsteigen, sich der Autor am Ende aber zumindest als reine Imagination verabschiedet, weil "keine Argumente mehr funktionieren".