Ein Musical über das Leben von Prinzessin Diana ist am New Yorker Broadway nach nicht einmal fünf Wochen schon wieder eingestellt worden. Nach der Premiere am 17. November wurde das Stück am Sonntag zum 33. und letzten Mal aufgeführt. Es erzählte aus mehreren Jahrzehnten von Dianas Leben, vom Kennenlernen des britischen Thronfolgers Prinz Charles Ende der 1970er-Jahre bis hin zu Dianas Tod 1997 in Paris.

"Diana" war zunächst im Frühjahr 2019 in San Diego uraufgeführt und dann überarbeitet worden. Nach der - Corona-bedingt verschobenen - Erstaufführung am Broadway bekam das Musical vernichtende Kritiken. "Wenn Sie sich für Diana als Menschen oder für den Begriff Würde als Konzept interessieren, dann werden Sie diese Darstellung ihres Lebens sowohl ästhetisch als auch moralisch beschämend finden", ätzte Kritiker Jesse Green in der "New York Times". Auch eine Aufzeichnung der Show beim Streaming-Anbieter Netflix wurde heftig kritisiert.

Die rund 40 Broadway-Theater sind von der Pandemie stark betroffen und haben überwiegend erst im September ihren Spielbetrieb wieder aufgenommen. Zwar dürfen Zuschauer mit nachgewiesener Impfung und Mund-Nasen-Schutz im Publikum dabei sein. Dennoch mussten wegen der aktuellen Omikron-Welle in der vergangenen Woche rund ein Dutzend Shows eingestellt werden.

Der Misserfolg von "Diana" ist kein Einzelfall, Laufzeiten von Broadway-Musicals können sehr unterschiedlich sein. So wurde 1988 eine Adaption von Stephen Kings Horrorroman "Carrie" nach nur fünf Vorstellungen eingestellt. Dagegen ist laut Branchenseite broadway.org "Das Phantom der Oper" das am längsten laufende Musical am Broadway. Es feierte am 26. Januar 1988 Premiere und läuft immer noch - in der Regel mit acht Vorstellungen wöchentlich. (apa / dpa)