Dem Leben und Sterben von Wolfgang Amadeus Mozart wohnt etwas Geniales, Tragisches und Wild-Abenteuerliches inne, aber kindertheatertauglich ist es kaum. Nun hat Thomas Birkmeir, Langzeit-Intendant des Theaters der Jugend, Motive aus Mozarts Kindheit - der strenge Vater, das Vorspielen vor Kaiserin Maria Theresia - mit Motiven aus der "Zauberflöte" verwoben - Papageno und die Königin der Nacht treten etwa als Protagonisten auf.

Das Amalgam entfaltet sich im Renaissancetheater als Abenteuerreise zweier Kinder. Das Stück "Amadé und Antoinette" mit dem barocken Untertitel "das höchst kuriose Abenteuer der hochwohlgeborenen kaiserlichen Tochter Marie Antoinette und des allseits bekannten Wunderkindes Wolfgang Amadé Mozart" ist routiniert und pointenreich verfasst - charmant ist etwa der sprechende Stein.

Regisseurin Nicole Claudia Weber führt das 13-köpfige Ensemble solide durch die knapp zweistündige Aufführung, die Pointen sitzen, der Rhythmus passt, die Inszenierung hält die Spannung, dennoch mutet das ganze Unternehmen in den pittoresken Kostümen doch etwas antiquiert an.