Wenn der Vater mit den Söhnen: Roman Frankl, 17 Jahre lang in rund 3.500 Vorstellungen im Wiener Kabarett Simpl zu sehen, spielt nun im Wiener Vindobona mit seiner Familie einen abendfüllenden Familiensketch in bester Simpl-Manier. "Familie Gruber" heißt das Programm, und zwar deshalb, weil 99,9 Prozent der Figuren in den von ihm für den Simpl geschriebenen Sketchen Gruber geheißen haben.

Folgerichtig steht nun Roman Frankl als Familienoberhaupt Stefan Gruber auf der Bühne, während Ehefrau Alexandra (ein weiteres Simpl-Urgestein mit 3.000 Vorstellungen in 14 Jahren) ihm als Helga Gruber zur Seite steht und Sohn Mark den Junior Emil Gruber gibt. Dessen älterer Bruder Jan führt Regie. Der Untertitel der Familienproduktion, "Eine satirische Farce zwischen 19 Uhr", sagt eigentlich eh schon alles über den Abend: Es wird absurd, es wird boshaft - und mehr als einmal sitzt man(n) da, lehnt sich zurück und nickt wissend, weil manche Szene bei aller satirischen Überspitzung doch mitten aus dem Leben gegriffen ist.

Während Papa Gruber vom Leben überfordert ist, versucht Mama Gruber alles irgendwie zusammenzuhalten. Und der Sohn überrascht beide mit einer Heirat, die Anlass für Rückblenden aus 24 Jahren Familienleben gibt. Was da alles ans Licht gezerrt wird, ist eine Frankl’sche Hommage an die Simpl-Revue.