In diesem Jahr finden die Osterfestspiele zum letzten Mal unter der künstlerischen Leitung von Christian Thielemann und mit der Staatskapelle Dresden als Gast-Orchester statt, ab nächstem Jahr schwingt Nikolaus Bachler das Intendanten-Zepter. Der Nachfolger will alljährlich ein anderes Spitzenorchester zum Festival an die Salzach holen - so viel war vom Konzept bereits bekannt.

Am Donnerstag hat Bachler das Programm für 2023 nun präsentiert. Herzstück ist eine Produktion von Wagners "Tannhäuser" in Starbesetzung: Jonas Kaufmann wird in der Titelrolle debütieren, Elina Garanča als Venus und Marlis Petersen als Elisabeth, zudem wirken Christian Gerharer und Georg Zeppenfeld mit. Die Regie hat Romeo Castellucci bereits für die Bayerische Staatsoper erarbeitet, die Bachler bis 2021 geleitet hat; der italienische Bühnenmann werde seine Inszenierung für Salzburg weiterentwickeln und sie dreimal im Laufe des Festivals zeigen. Als Residenzorchester wird das Gewandhausorchester aus Leipzig fungieren und unter seinem Chefdirigenten Andris Nelsons nicht nur die Opernabende bestreiten, sondern auch drei Orchesterkonzerte.

Um das Festival mit einem weiteren Genre anzureichern, setzt Bachler unter dem Titel "Träume" eine Tanztheater-Uraufführung an: Der israelische Choreograf Emanuel Gat hat sich dafür von Wagners "Wesendonck-Liedern" anregen lassen. Weiteres Novum: ein Abend mit dem deutschen DJ Westbam, der Elektronik auf Richard Wagner treffen lässt. Das Festival wird vom 1. bis 10. April 2023 stattfindet; erstmals wird dabei ein kostengünstiges "Abo to go" aufgelegt, das vor Ort zu erwerben ist und drei Veranstaltungen umfasst.(irr)