Wenn man Aida Loos heißt, dann liegen Wortspiele nahe in Bezug auf den Handlungsort des nächsten Kabarettprogramms. Und so landet die gebürtige Teheranerin und Wahl-Schwechaterin in ihrem neuen Solo nicht in der Loos-Bar, dafür aber in der Aida. Das AMS hat sie nämlich dorthin geschickt. Und während sie sich als Servierkraft versucht, erzählt sie ihrem Publikum - nein, gar nicht so sehr von der Pandemie, die zwar den Anfang prägt, aber dann so wie die Konditorei nur als Rahmen dient, sondern von den Widrigkeiten des Lebens, die eher zeitlos sind.

Ob Ex-Freund oder Blinddarmdurchbruch: Sie erzählt von Erlebnissen, die sie sich nie gewünscht hat. Das ist zum Lachen - und gleichzeitig auch wieder nicht, weil sie dabei mitunter auch todernst wird. Und zwar im wahrsten Sinn des Wortes. Denn sie spielt den lebensbedrohlichen Blinddarmdurchbruch, den sie wirklich am 23. Dezember hatte, nicht launig runter, sondern zieht daraus durchaus Lehren, die sich auch ihr Publikum nach Hause mitnehmen kann. Und sie spricht auch offen über Depressionen und Psychotherapie - Letztere allerdings wird schon ein bisschen durch den Kakao gezogen. Aber nicht ungut. Denn ihr Humor ist zwar boshaft, aber fein.

Aida Loos: Arbeitsloos
Termine und Info: www.aidaloos.com