Die Geschichte eines jungen Mannes, der seinen Schatten verkauft für einen Geldsack, der nie leer wird. Auf den ersten Blick ein simpler Deal, wer braucht schon einen Schatten? Das Dilemma entfaltet sich erst nach und nach, als Peter Schlemihl, so der Name des Schattenverkäufers, als Sonderling geächtet wird. Der Schattenlose steht nicht ganz zu Unrecht im Verdacht, einen Bund mit dem Teufel abgeschlossen zu haben. Was nun?

Diese so einfache wie bestechende Idee verhandelt Adalbert von Chamissos bekannte Novelle "Peter Schlemihls wundersame Geschichte" aus dem Jahr 1814. Die Novelle nimmt kein gutes Ende und auch die Inszenierung von Gerald Maria Bauer im Renaissancetheater porträtiert gekonnt einen zunehmend verzweifelten Schlemihl.

Darstellerisch überzeugen Marius Zernatto in der Titelrolle und Viktoria Hauer als Minna. Friedrich Eggerts Ausstattung zitiert die Zeit des Biedermeiers, inklusive Korkenzieherlocken, in dieser etwas antiquierten Szenerie wirkt die zeitlose Handlung verstaubter, als sie eigentlich ist.