Klaus Eckel, Gewinner des Österreichischen Kabarettpreises 2019, ist für einiges bekannt - langsames Sprechen gehört nicht dazu, eher das Gegenteil. Dazu kommt eine für manche Zuhörer etwas gewöhnungsbedürftige Aussprache. Mit beidem kokettiert er in seinem elften Bühnenprogramm, dem er den Titel "Wer langsam spricht, dem glaubt man nicht" gegeben hat. Warum? Weil die Wissenschaft festgestellt hat, dass, was sich reimt, leichter hängenbleibt beim Zuhörer. Sagt er zu Beginn und bringt gleich ein paar Beispiele von Kalendersprüchen, die er genauso blöd findet wie das Festhalten an Plänen.

Denn Corona hat ihn gelehrt, seine Pläne der neuen Realität anzupassen, nach dem Motto: "Das wollte ich ja sowieso so machen." Was das Virus konkret betrifft, so kommt das schon ein bisschen vor im Programm, etwa, wenn er im ausverkauften Globe bei der Premiere im Publikum die vereinzelten Maskenträger sucht, aber überwiegend tut Eckel das, was er schon vor der Pandemie in seinen Programmen getan hat: Er macht sich über sich selbst und den Rest der Welt lustig. Nur vordergründig banal redet er viel - und sagt dabei auch viel.

Er befasst sich mit echten und eingeredeten Kränkungen, will sich nicht zum E-Autofahren zwingen lassen oder rechnet aus, dass die Spanische Wegschnecke im 17. Jahrhundert aufgebrochen sein muss, um rechtzeitig in seinem Garten anzukommen. So vielfältig seine Themen auch sind, eines ist stets gleich: Die Pointendichte ist unglaublich hoch bei diesem Schnellsprecher, der (unnützes) Wissen mit absurden Gags mischt und damit sein Publikum blendend unterhält.