Vor einigen Wochen herrschte noch Betrieb am Nationalen Operettentheater Kyjiw (Kiew), einem Mehrspartenhaus, das sein Programm für gewöhnlich mit leichtem Musiktheater und Opern, Konzerten und Balletten bestreitet. "Jetzt ist das Theater wegen des Krieges mit der Russischen Föderation geschlossen. Wir hören jeden Tag Luftangriffe", sagte Direktor Bogdan Strutynskyi unlängst. Er glaube aber, "dass der Krieg bald beendet sein wird und wir die Türen unseres schönen Theaters für das Publikum öffnen werden."

Gast an der Volksoper: Serhii Didok. 
- © Barbara Pálffy / Volksoper

Gast an der Volksoper: Serhii Didok.

- © Barbara Pálffy / Volksoper

Die Volksoper am Währinger Gürtel, Mehrspartenhaus mit ähnlicher Ausrichtung, will dem ukrainischen Theater nun unter die Arme greifen: Am Sonntagvormittag, 11 Uhr, findet unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Alexander Van der Bellen ein Konzert zugunsten der Künstlerinnen und Künstler des ukrainischen Hauses statt. Auf der Bühne treffen dabei Sängerinnen und Sänger beider Theater zusammen, Kapellmeister Gerrit Prießnitz und sein ukrainischer Kollege Serhii Didok dirigieren Musik von Mozart, Verdi und Johann Strauß, aber auch von Tonsetzern des Gastlandes. Chefdramaturg Christoph Wagner-Trenkwitz führt durch das Programm. (irr)