Traditionell starten die Salzburger Festspiele heute, Montag, wieder mit dem "Jedermann". In der Inszenierung von Michael Sturminger sind wie im Vorjahr Lars Eidinger als reicher Mann und Verena Altenberger als Buhlschaft zu erleben. Am Wochenende war schon das gutgehütete Modegeheimnis dazu gelüftet worden, wonach die Buhlschaft zum Sterben des reichen Mannes auch heuer wieder Rot trägt.

Der Festspielklassiker von Hugo von Hofmannsthal läutet auch die Ouverture spirituelle ein, die heuer unter dem Motto "Sacrificium" steht. Sie bereitet mit Konzerten den eigentlichen Festspielen den Boden.

Die offizielle Eröffnung der Festspiele 2022 findet am 26. Juli durch Festredner Ilija Trojanow statt. Der Schriftsteller wird über "Der Ton des Krieges, die Tonarten des Friedens" sprechen. Bis zum 31. August werden dann wieder zahlreiche Opern- und Schauspielproduktionen sowie ein dichter Konzertreigen geboten, wobei Intendant Markus Hinterhäuser heuer Dantes "Göttliche Komödie" als Referenzpunkt für einen großen Teil des Programms erkoren hat. In Summe sind knapp 225.000 Karten aufgelegt.

Unterdessen wurde bekannt, dass Verena Altenberger den Preis für Schauspielkunst des Festivals des deutschen Films in Ludwigshafen erhält. Festivalchef Michael Kötz lobte in einer Mitteilung am Montag "die überragende Kunst des Schauspielens einer jungen Frau, deren Karriere doch überhaupt erst begonnen hat". Der Preis soll der 34-Jährigen am 28. August verliehen werden. (apa/gral)