Die immer schon kämpferische Liedsängerin und Schriftstellerin Erika Pluhar hat sich nun den Einsatz für die "Wiener Zeitung" auf ihre Fahnen geheftet: "In einer Zeit, die der Journalismus so gravierend bestimmt, muss man Sorge tragen, ihn dort zu behüten, wo er seit seinen frühen Zeiten mit Qualität zu tun hatte. Also die ‚Wiener Zeitung‘ zu behüten."

Deshalb trägt auch Erika Pluhar gemeinsam mit zahlreichen anderen prominenten Kulturschaffenden den Solidaritätsabend "Rettet die Wiener Zeitung" am 22. Jänner in der Wiener Kulisse mit. Von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek und dem Autor Robert Menasse wird es Grußbotschaften geben. Kabarettprominenz wie Josef Hader, Severin Groebner, Peter Klien, Thomas Maurer, Florian Scheuba, wie auch Flüsterzweieck, Miriam Hie und Maria Muhar und viele ander Künstler werden ebenfalls in der Kulisse auftreten.

Das Ziel der Künstlerinitiative: "Den durch die Regierung per Gesetz programmierten Tod der ältesten noch bestehenden Tageszeitung der Welt zu verhindern." Denn, so Pluhar: "Diese Absicht ist absurd." Die Zeitung im 320. Lebensjahr "ist ein Weltkulturerbe". Die 84-jährige engagierte Künstlerin vertritt schon immer die Maxime: "Jugend ist keine Frage des Alters." Hier gehe es ihr aber darum, "so eine qualitativ hochwertige Zeitung in dieser Medienlandschaft zu erhalten".