Die Wechseljahre sind ein so einschneidendes Erlebnis wie die Pubertät. Während es unzählige Coming-of-Age-Filme, Bücher und Dramen gibt, wird hingegen die Zeitspanne, in der Frauen aus den Rhythmen und Rollen heraustreten, die bis dahin ihr Leben bestimmt haben, kaum zum künstlerischen Sujet erhoben. Hier besteht Nachholbedarf.

Das Performancekollektiv She She Pop brachte 2020 "Hexploitation" heraus, in dem der eigene Körper zum Ausgangspunkt für gesellschaftliche Diskurse rund um das Älterwerden wurde. Ähnlich geht nun auch die Schauspielerin Grischka Voss in ihrer Soloperformance "F*ing Hot!" im Theater Drachengasse an die Sache heran. Zu den Höhepunkten der 90-minütigen Aufführung gehört es, wenn Voss nah bei ihren eigenen Erfahrungen bleibt und auf überaus komödiantische Weise zur Schau stellt, dass es gerade gar nicht komisch ist, sie selbst zu sein. Stichwort: Hitzewallungen und Stimmungswechsel.

Auch Witze über das Älterwerden erlaubt sich Voss: Was ist schlimmer als eine Frau in den Wechseljahren? Zwei Frauen in den Wechseljahren.