"Lang stirbsam" - mit diesem Titel ist Markus Hauptmann, bekennender Volksschullehrer und Fan von Bruce Willis - gut 15 Jahre schwanger gegangen. Jetzt hat er endlich die passende Geschichte dazu. Und die spielt sich - wie könnte es anders sein - im Lehrerzimmer ab. Denn auch in seinem neuen Kabarettprogramm arbeitet sich der Pädagoge an unserem Schulsystem und dem, was dabei herauskommt, ab.

Der Ausgangspunkt ist eine sehr wilde Nacht, die einem Lehrer namens McCartney (ja, Hauptmann ist auch Beatles-Fan) am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien nachhängt. Aber Gott sei Dank ist heute nur die Weihnachtsfeier - die vom Elternverein gecrasht wird. Und während drei Väter den Le(e)hrkörper in ihre Gewalt bringen, rückt auf dem Schulhof die Polizei an. Zeitgleich schwingt sich McCartney zum Helden auf (und trifft dabei auch auf Bruce Willis).

Insgesamt 13 unterschiedliche Figuren kommen dabei vor, wobei Hauptmann wie gewohnt mit Stereotypen und Klischees spielt. Er führt nicht die feine Klinge, sondern stürmt eher den Bihänder schwingend durch die Schulgänge (Regie: Robert Mohor) - immer auf der Suche nach dem brüllenden Lacher, der seinem Publikum im Hals stecken bleibt. Denn gerade seine gelungensten Pointen sind bei näherer Betrachtung eigentlich überhaupt nicht witzig. Sondern traurige Realität.