Übersiedlung geglückt

(cher) Eine der interessantesten Produktionen des heurigen Theatersommers ist jetzt in Wien zu sehen: Gerald Szyszkowitz präsentiert sein Stück "Der Maler Schiele aus Tulln" in seiner Freien Bühne Wieden. Ein riskantes Unterfangen, über das man Abhandlungen schreiben könnte. Hier nur soviel: Die Übersiedlung ist geglückt. Die Figur Schieles hat sich in der grellen Helligkeit der kleinen Guckkastenbühne etwas verändert, man könnte man sagen, etwas von seiner Unschuld verloren.

Dank Robert Ritters vielschichtiger Darstellungskraft ist die Faszination aber geblieben. Und das Schauspielerteam um ihn, angeführt von der sensiblen Michaela Ehrenstein und dem grandiosen Gerhard Rühmkorf tut das seine, um den Abend auch in Wien zum Erlebnis zu machen.

Der Maler Schiele aus Tulln"

Von Gerald Szyszkowitz (auch Regie)

Mit Michaela Ehrenstein, Robert Ritter und Peter Rühmkorf

Freie Bühne Wieden

(Tel.: 0664/372 32 72)

Wh.: Bis 7. Oktober, jeweils Di. bis Sa.

Faszinierend

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Leben ohne Liebe

(cher) Zoe war jung, schön, begabt, sensibel, verletzlich. Zoe hungerte nach Liebe. Doch die Familie bestand aus egozentrischen Eigenbrötlern und als sie außerhalb Liebe suchte kam sie an den Falschen.

"Ein Duft von Blumen" von James Saunders wurde vor etwa 40 Jahren viel gespielt, geriet dann aber ebenso in Vergessenheit, wie auch die meisten anderen Werke des britischen Stückeschreibers.

Das "Arme Theater Wien" hat die Geschichte um Beziehungslosigkeit und Vergänglichkeit, um Tod und Vergessen nun ausgegraben und präsentiert sie in einer erstklassigen Inszenierung von Erhard Pauer im stadtTheater walfischgasse mit der berührenden Krista Pauer und dem mitreißenden Matthias Mamedof in den Hauptrollen. Ein eindrucksvoller Abend voll Spannung und Poesie.

Ein Duft von Blumen

Von James Saunders

Erhard Pauer (Regie)

Mit: Krista Pauer, Matthias Memedof, Edith Leyrer, Walter Gellert

stadtTheater

walfischgasse

(Tel.: 512 42 00)

Wh.: 23. und 24. September

Berührend.