Von Hundegott bis Religionsabenteuerpark: Susanne Pöchacker philosophiert über den Glauben. Foto: Heimo Pernt
Von Hundegott bis Religionsabenteuerpark: Susanne Pöchacker philosophiert über den Glauben. Foto: Heimo Pernt

Pöchacker schlüpft aber nicht nur in die Rolle der Bürgermeistergattin, sondern hat eine ganze Armada an Damenfiguren in petto, die alle zum Thema Glauben etwas zu sagen haben. Zum Beispiel eine Kynotheologin, die über den allmächtigen Hundegott doziert, der heute nur noch in Rudimenten angebetet wird. Sie erklärt den Hund zum Propheten und sein Gacki zur göttlichen Hinterlassenschaft.

Zu Wort kommt aber auch ein Medium, das Tante und Onkel nach deren Reinkarnation als Pfanne und Teddybär beim Beziehungsstreit zuhört. Oder die vielfache Mutter und Landespolitikerin Helga Hojac, die gegen den multireligiösen One-Stop-Shop wettert.

Wenn Pöchacker in all diese und noch viel mehr Figuren schlüpft, hat man nicht das Gefühl, dass sie verschiedene Rollen spielen würde, so authentisch wirkt sie dabei (nicht, dass sie so naiv wirken würde wie ihre Schöpfungen). Genauso wie die Glaubenssätze, die sie an diesem Abend tätigt: Es sind pointierte Bestandsaufnahmen zum Thema Religion, ohne ins übliche Kirchen-Bashing zu verfallen. Sie zieht zwar vieles durch den Kakao, aber am Ende bleibt doch die Erkenntnis: Selig, die glauben.

Kabarett

Sie werden dran glauben müssen

Susanne Pöchacker

Wh: 2. und 14. Februar sowie 29. März Spektakel 2.0, 13. Februar und 12. März Theater am Alsergrund