"Wiener Zeitung":

Der Name ist Programm: "denken verboten" - © (C)2010 Clemens Maria Schreiner, all rights reserved / Clemens Maria Schreiner
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Es ist euer viertes Programm. Worum geht es diesmal?

Martin Buchgraber: Es geht um zwei Freunde, die sich länger nicht gesehen haben und gemeinsam auf eine Feier gehen.

Joachim Brandl: Das ist der Rahmen, und es geht im Weiteren darum, diese zwei Figuren zu durchleuchten und auch zu durchleuchten, wie sie so geworden sind. Parallel dazu geht es um Feiern, um Partys, um die Verlogenheit, die dort oft herrscht.

"Wiener Zeitung":Sind da auch eigene Erfahrungen eingeflossen?

Brandl: Ja, schon auch.

Buchgraber: Es geht ja auch darum, dass jeder auf einer Feier eine gewisse Maske aufsetzt. Hin und wieder funktioniert’s, hin und wieder net.

"Wiener Zeitung":Im Vergleich zu den bisherigen drei Programmen, gibt es Unterschiede?

Brandl: Unsere Linie ist die, dass noch jedes Programm ganz anders war als das vorige, oder?

Buchgraber: Ja, mit dem einen Unterschied, dass die ersten drei Programme, wenn es um die Form, geht, alle sehr theatralisch waren, mit einer Trennung zwischen Publikum und uns. Das ist jetzt hier ganz anders.

Brandl: Wir reden mit dem Publikum.

Buchgraber: Wir leisten uns auch mehr Freiheiten.

Buchgraber (l.) und Brandl geben auf der Bühne alles.
Buchgraber (l.) und Brandl geben auf der Bühne alles.

Brandl: Für den neuen Stil war auch vor allem Gerold Rudle verantwortlich, der das Programm aufpoliert hat. Er hat uns einige Sachen gezeigt, die wir so nicht hatten.

Buchgraber: Ja, er zeigt uns ganz neue Wege auf. Jetzt bringen wir neue Elemente hinein.

"Wiener Zeitung": Konntet ihr das schon ausprobieren?

Brandl: Ja, wir hatten schon zwei Vorpremieren.

"Wiener Zeitung":Und wie war’s? Habt ihr das Programm schon wieder umgeschrieben?

Buchgraber: Nicht das Programm, aber Elemente.

Brandl: Dafür sind ja auch die Vorpremieren da, dass man nochmal nachjustieren kann. Grundsätzlich sind wir sehr beruhigt, weil wir gesehen haben, dass das Ding als Ganzes funktioniert, es geht eben nur noch um den letzten Feinschliff.

"Wiener Zeitung":Warum sollte man sich ausgerechnet euer Programm anschauen? Wie würde euer Werbeslogan lauten?

(Brandl und Buchgraber denken kurz nach . . .)

Buchgraber: Grund eins ist, dass Brandl wahnsinnig schön ist. Wir hoffen doch, dass es auch sehr unterhaltsam und kurzweilig ist.

Brandl: Wobei kurzweilig ist jetzt nicht unbedingt das Killerargument ist. Ich glaube, was wir bieten, ist, dass wir uns Menschen genau anschauen und demaskieren, verschiedene Typen. Wenn jemand nicht nur Witze über Männer und Frauen oder Prominente hören will, ist er bei uns gut aufgehoben.

Buchgraber: Ich glaube, was es auch sympathisch macht, ist, dass wir nicht aus unserer Haut heraus können und immer eine Geschichte erzählen, einen Bogen spannen von Anfang bis Ende.