Wien.

Der Stadtsaal hat 350 Sitzplätze - im Durchschnitt sind 280 davon besetzt, was ein Spitzenergebnis ist.
Der Stadtsaal hat 350 Sitzplätze - im Durchschnitt sind 280 davon besetzt, was ein Spitzenergebnis ist.
Der Wiener Stadtsaal wird am 3. Jänner ein Jahr alt, und die erste Jahresbilanz von Geschäftsführer Andreas Fuderer ist positiv, um nicht zu sagen euphorisch: "Es läuft hervorragend. Wir haben alle Erwartungen übertroffen." 70 Prozent Auslastung hätte die neue Wiener Kabarettbühne in ein paar Saisonen erreichen sollen - 80 Prozent waren es bereits in der ersten. Ein Spitzenergebnis für Wiens größte Kleinkunstbühne mit 350 Sitzplätzen. "Wir hatten rund 80.000 Besucher bei etwa 300 Vorstellungen", rechnet Fuderer vor.

Auch sonst sei alles eitel Wonne, sagt er: "Wir bekommen zwar keine Subventionen, aber die Politik steht hinter uns. Und wir haben viel Unterstützung von Künstlern und Agenturen bekommen." Selbst die Anrainer seien zufrieden mit der neuen Bühne. "Und kleine Probleme, wie etwa lange Wartezeiten an der Garderobe, haben wir rasch behoben."

Auch Sorgen der Konkurrenz wurden bald zerstreut. Orpheum-Chef Christoph Hauke etwa befürchtete zunächst Einbußen von 10 bis 15 Prozent, die jedoch nicht eintraten. Auch im Niedermair, Fuderers zweiter Kabarettbühne, gebe es keine Verluste durch den Stadtsaal. Warum? "Überspitzt gesagt füllen wir die Lücke, die durch den Vindobona-Konkurs 2006 entstanden ist." Er geht gestärkt ins zweite Jahr und will das bisherige Programm mit heimischen und internationalen Größen fortsetzen.