• vom 04.12.2012, 13:17 Uhr

Bühne

Update: 04.12.2012, 14:19 Uhr

Kabarett

Der Euro blieb in der Tasche




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  • Der Österreichische Kabarettpreis wurde an Thomas Stipsits & Manuel Rubey, Hosea Ratschiller und Manfred Deix überreicht.



Zweimal den gleichen Schmäh wollte er doch nicht bringen. Deshalb hat Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny bei der Übergabe des Österreichischen Kabarettpreises am Montagabend im Porgy & Bess seinen Euro schnell wieder in der Jacke verschwinden lassen. Der Hintergrund der Anekdote: Die Preisträger des Hauptpreises - heuer sind das Thomas Stipsits & Manuel Rubey für ihr gemeinsames Werk "Triest" - und des Förderpreises - Hosea Ratschiller für "Das gehört nicht hierher" und "FM4 Ombudsmann Dienstreise" - bekommen 5001 beziehungsweise 4999 Euro, zur Verfügung gestellt von den Sponsoren BAWAG P.S.K. und HDI Versicherung sowie die Kulturabteilung der Stadt Wien. Nur der Preisträger des Sonderpreises - niemand Geringerer als Österreichs Karikaturisten-Doyen Manfred Deix - bekam kein Geld, dafür aber erstens ein Ständchen (seine Schwägerin Annemarie Höller sang für den Fan der Beach Boys "The warmth of the Sun") und zweitens einen Deix-Comic des jungen Künstlers Reinhard Trinkler.

Und wo Kabarettisten in geballter Ladung zusammenkommen, muss man auf flotte Sprüche nicht lange warten. So sprach Deix-Laudator Werner Schneyder: "Ich muss mir mein Publikum nicht mehr schön trinken. Ich nehme einfach die Brille ab." Und die humorige Laudation von Peter Blau und Willi Resetarits auf Stipsits & Rubey sorgte ebenso für Lacher wie jene von Ratschiller-Laudator Thomas Maurer, der übrigens selbst schon zweimal den Österreichischen Kabarettpreis entgegennehmen durfte. Selbst BAWAG-Vorstand Andreas Arndt bewies Humor: "Beim Sonderpreis für Manfred Deix weiß ich wenigstens, dass das Preisgeld nicht aufd en Cayman-Inseln verschwindet." Letzteres hatte Ratschiller scherzhaft in Erwägung gezogen.


ORF III hat den Abend aufgezeichnet und strahlt ihn heute, Dienstag, um 21.05 Uhr aus.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2012-12-04 13:20:08
Letzte Änderung am 2012-12-04 14:19:50


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