Charles Dickens’ Erzählung "A Christmas Carol" aus 1843 ist ein Klassiker unter den Weihnachtsmärchen: Ein alter, hartherziger Geizhals namens Ebenezer Scrooge wird darin am Weihnachtsabend von Geistern aufgesucht, die ihn zuguterletzt dazu bringen, die Welt mit anderen Augen zu sehen.

Geizkragen trifft auf Geister: Bernhard Dechant (links) als Ebenezer Scrooge und Mathias Schlung als Johnny Karma. - © Foto: Rita Newman
Geizkragen trifft auf Geister: Bernhard Dechant (links) als Ebenezer Scrooge und Mathias Schlung als Johnny Karma. - © Foto: Rita Newman

Es gibt zig Bearbeitungen und Verfilmungen des Stoffes und nun ist die nicht ganz pathosfreie Läuterungsgeschichte unter dem Titel "Frohe Weihnacht, Mr. Scrooge" im Theater der Jugend in einer gekonnten Bearbeitung von Direktor Thomas Birkmeir in der Spielstätte des Renaissancetheaters zu sehen.

In dem multifunktionalen, reduzierten Bühnenbild von Andreas Lungenschmid entfacht Regisseur Markus Emil Felkel ein routiniert-kurzweiliges Spiel in historischen Kostümen, das mit Hilfe von Theaterrauch, dramatischer Musik und Überraschungsauftritten aus der Unterbühne auch einige spannungsgeladene Momente birgt.

Die Entdeckung der Aufführung ist Hauptdarsteller Bernhard Dechant. Der Wiener Schauspieler verleiht dem abgründigen Charakter die nötige Schärfe und Pointierung, ohne dabei in Pathos abzugleiten. Ein packendes Familienstück für Kinder ab sechs.