Oida, der ’fessor Ferner weiß voll, wie die Schüler ticken. Nicht ganz richtig nämlich. Und deshalb hat der ’fessor jetzt ein neues Kabarettprogramm gemacht, in dem er seinem Publikum voll die Meinung geigt über Schule und so. Damit auch die Anti-Checker endlich kapieren: Schule ist die Hölle, Oida. Aber für beide Seiten.

Auf gut Deutsch: Kabarettist Andreas Ferner plaudert in seinem neuen Soloprogramm "Schule, Oida" aus dem Nähkästchen, erst als Schüler, dann als Lehrer. Und die eingangs erwähnte These wird dabei dramaturgisch aufgebaut und - kabarettistisch überhöht - anhand von Fallbeispielen bewiesen. Denn nicht nur die Lehrer leiden in der Schule, sondern auch die Schüler selbst, ist Ferner überzeugt. Und dann folgt die obligatorische Systemkritik.

Ferner, der an einer Berufsbildenden Schule unterrichtet, geht aber auch mit dem Lehrkörper ins Gericht. Da fallen dann Sätze wie: "In gewissen Momenten, wenn man die Kollegen anschaut, versteht man, warum die gesamte Bevölkerung gegen Lehrer ist - und die Lehrer auch." Aber auch die Kids bekommen ihr Fett ab: "Stellen Sie sich einmal in eine Klasse mit 30 Menschen, die später geeignet sind für eine Karriere als Comedystar, Politiker oder Massenmörder." Da sei jede Unterrichtsstunde wie "Conair" im Klassenzimmer - "nur dass es im Flugzeug Notausgänge gibt".

Trotzdem, er liebt seinen Brotberuf, der Herr Lehrer, das merkt man ihm an. Leider sind viele Gags aber recht flach - auch wenn sie punktgenau treffen. Und das Zielpublikum? Lehrer. Und Schüler. Und Lehrer-Kritiker.