16 Aufführungen sind in der Saison 2013/14 geplant, darunter acht neue Produktionen. Zu Ehren Verdis wird neben "La Traviata" auch "Il Trovatore" und "Simon Boccanegra" aufgeführt. - © APAweb/EPA/CARLO FERRARO
16 Aufführungen sind in der Saison 2013/14 geplant, darunter acht neue Produktionen. Zu Ehren Verdis wird neben "La Traviata" auch "Il Trovatore" und "Simon Boccanegra" aufgeführt. - © APAweb/EPA/CARLO FERRARO

Mailand. Die Saison 2013/14 der Mailänder Scala steht im Zeichen von Giuseppe Verdi. Nachdem die noch laufende Saison mit Richard Wagners "Lohengrin" eröffnet worden war, feiert das Opernhaus am 7. Dezember 2013 den zweiten Opern-Jahresregenten des Jahres, Giuseppe Verdi, und führt "La Traviata" unter der Leitung von Daniele Gatti auf. Die Regie führt Dmitri Tscherniakow, die Rolle der Violetta übernimmt die deutsche Sopranistin Diana Damrau. Am 10. Oktober 2013 wird der 200. Geburtstag des Komponisten gefeiert. Der Name des neuen Intendanten ab 2015 wurde bei der heutigen Pressekonferenz nicht genannt - bis Juli soll er aber feststehen.

16 Aufführungen sind in der Saison 2013/14 geplant, darunter acht neue Produktionen. Zu Ehren Verdis wird neben "La Traviata" auch "Il Trovatore" und "Simon Boccanegra" aufgeführt. Sieben von zehn Opern, die im Laufe der nächsten Saison aufgeführt werden, sind Werke italienischer Komponisten, neben Verdi auch Rossini, Donizetti und Mascagni, berichtete Scala-Intendant Stephane Lissner bei der Vorstellung der neuen Saison am Donnerstag.

Defizit soll eingedämmt werden
Scala-Musikdirektor Daniel Barenboim wird vier Opern dirigieren: Korsakows "Die Zarenbraut" in der Regie von Dmitri Tscherniakow, "Simon Boccanegra" und "Il Trovatore" - beide inszeniert von Argentinier Hugo de Ana - sowie Mozarts "Cosi fan tutte" in der Regie von Claus Guth.

Weniger Aufführungen sind gegenüber der laufenden Saison geplant. Damit soll das Defizit eingedämmt werden, das 2012 4,3 Millionen Euro betragen hatte, berichteten italienische Medien. Auch wegen der Kürzungen bei den staatlichen Fördermitteln für das Opernhaus und bei den Beiträgen privater Sponsoren muss die Scala den Rotstift ansetzen.

Bei der Pressekonferenz in Mailand nicht genannt wurde der mit Spannung erwartete Name des Nachfolgers von Intendant Stephane Lissner an der Spitze des Opernhauses ab 2015. Der Mailänder Bürgermeister und Scala-Präsident, Giuliano Pisapia, berichtete, dass die Entscheidung spätestens bis Juli bekannt gegeben werden soll. "Wir prüfen die Qualifikation aller Kandidaten und wir führen Gespräche mit ihnen. Wir werden den Besten für die Scala finden", versicherte Pisapia.

25 Bewerber hatten sich auf die offizielle Ausschreibung der Intendanz der Scala gemeldet. Der Aufsichtsrat kann jedoch auch Persönlichkeiten wählen, die sich nicht an der Ausschreibung beteiligt haben. Der Salzburger Festspielintendant Alexander Pereira, der Kontakte zur Scala bestätigt hat, zählt laut italienischen Medien weiterhin zu den aussichtsreichsten Kandidaten für Lissners Nachfolge.