Im Vestibül steht nächste Woche wieder "Michael Kohlhaas" auf dem Programm. Zuvor fordert das Ensemble Gerechtigkeit außerhalb der Bühne für die  Ex-Geschäftsführerin Silvia Stantejsky.
Vestibül Vestibül - © Anna Stöcher / Burgtheater
Im Vestibül steht nächste Woche wieder "Michael Kohlhaas" auf dem Programm. Zuvor fordert das Ensemble Gerechtigkeit außerhalb der Bühne für die  Ex-Geschäftsführerin Silvia Stantejsky.
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- © Anna Stöcher / Burgtheater

Die Ensembleversammlung des Burgtheaters hat am Freitagnachmittag ein Misstrauensvotum gegen Direktor Matthias Hartmann und Bundestheater-Holding-Chef Georg Springer beschlossen. Man könne der bisherigen Darstellung, die entlassene Vizedirektorin und Ex-Geschäftsführerin des Burgtheaters, Silvia Stantejsky, sei alleine für die finanzielle Misere verantwortlich, keinen Glauben schenken, hieß es.

"Wir, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Burgtheaters, sehen uns nach Bekanntwerden des finanziellen desaströsen Zustandes unseres Betriebes und mit der Frage nach den Verantwortlichen dafür in der alleinigen Schuldzuweisung an die ehemalige kaufmännische Geschäftsführerin, nicht in der Lage, dieser Darstellung glauben zu schenken", heißt es laut einer Aussendung des Ensembles in einem Brief an Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ), der in der heutigen Ensembleversammlung mit 83 zu 31 Stimmen, bei 2 Enthaltungen, angenommen worden sei.

Das Ensemble fordere die Geschäftsführer auf, "ihre Verantwortung im Sinne der Rechtsvorschrift des Bundestheaterorganisationsgesetzes zu übernehmen".

An der Ensembleversammlung  sollen auch Mitarbeiter von Technik, Kostüm, Maske und Administration teilgenommen haben.

Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann will laut seiner Sprecherin derzeit keinen Kommentar zu dem Misstrauensvotum seines Ensembles abgeben. Aufsichtsratsvorsitzender und Holding-Geschäftsführer Georg Springer war für eine Stellungnahme vorerst nicht erreichbar.