Juchzen, Klatschen, Polkas und als kleine Zwischenjause dunkles Brot mit Leberwurst oder Zwetschkenmus. Richtig. Es geht um Volkskultur im Wiener brut.

Die heimische Choreografin Doris Uhlich widmet sich in "Verfassung" dem heimischen Volkstanz. Mithilfe von Bewegungszitaten formiert sie mit ihren vier Performern verschiedenste Gruppen, die zuerst im Galopp frei im Raum, dann zu zweit oder zu viert um eine Topfpflanze herum verschiedene Details aus dem großen Bewegungsfundus Volkstanz extrahiert. Da stehen dann die Vier im knallgrünen Ganzkörpertrikot und klatschen, bis sich ein paar Zuseher anstecken lassen und das Juchzen mindestens zum Lächeln animiert. Uhlich bringt in diesem Miniaturstück einmal mehr ein Randthema der Tanzwelt auf den Punkt, mit ihrem typischen Augenzwinkern, aber durchaus kritisch.

Einen Frosch-Butterlöffel oder Erdbeersaft aus den letzten Erdbeeren der Saison, die besonders süß sind, die aber niemand mehr haben will, verkaufen das Künstlerkollektiv myvillages.org in ihrem One-Hour-Shop. Die Produkte, mit denen sich die Dorfgemeinschaften identifizieren, haben die Künstler gemeinsam mit den Bewohnern hergestellt. Antje Schiffers versucht, als redselige Verkäuferin humorig diese an den Mann/Frau zu bringen. Na dann viel Glück!