Seit mehr als einem Jahrzehnt verpackt Vince Ebert wissenschaftliche Zusammenhänge mit einer ordentlichen Portion Humor.  Und der deutsche Kabarettist aus Amorbach im Odenwald weiß, wovon er spricht, studierte doch nach seinem Wehrdienst an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg Physik. Nach dem erfolgreichen Abschluss 1994 dauerte es allerdigs noch ein paar Jahre, bis er die trockene Materie für eine Bühnenkarriere nutzte. Doch mittlerweile ist er nach "Die jetzt aber wirklich richtig große Show" (2001), "Alles gelogen" (2003), "Urknaller – Physik ist sexy" (2004), "Denken lohnt sich" (2007) und "Freiheit ist alles" (2010) beim mittlerweile sechsten Soloprogramm angekommen. Und mit "Evolution" tourt er derzeit durch den deutschsprachigen Raum.

Diesen Samstag wird der Kabarettist im Stadtsaal in Wien mit seinem Programm zu sehen sein.

Auf seinen Wien-Auftritt im Stadtsaal hat sich Ebert gut vorbereitet. Und so baut der deutsche Gast zum Beispiel pflichtschuldig ein paar Burgenländerwitze ein, während er sein Publikum mit auf eine Reise nimmt. Eine Reise zu den Anfängen des Universums,  zum Urknall.  Von da geht es weiter in die Steinzeit bis zur Gegenwart und zum Tod auf dem Wiener Zentralfriedhof.

Dabei zieht der Physiker Vergleiche zwischen dem Vatikan und einem schwarzen Loch: Bei beiden gelangt keine Information nach außen, und innen ist die Zeit stehen geblieben. Er entdeckt aber auch Ähnlichkeiten im Balzverhalten von Mallorca-Touristen und Neandertalern. Und er findet Antworten auf die Frage, weshalb uns mehr als 20.000 Entscheidungen, die wir täglich treffen, überfordern.
Mit einer ausgewogenen Portion Wissenschaft unterhält der Kabarettist sowohl naturwissenschaftliches Fachpublikum als auch Laien. Und obwohl er in seinem Programm einige Klischees bedient, bietet Ebert den Besuchern einen unterhaltsamen Abend mit Niveau.

Vince Ebert: Evolution
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