• vom 28.11.2014, 17:23 Uhr

Bühne


Pfingstfestspiele

Cecilia Bartoli bleibt in Salzburg




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Der Opernstar wird die Pfingstfestspiele bis ins Jahr 2021 leiten.

Ab 2017 ein Team in Salzburg: Markus Hinterhäuser und Cecilia Bartoli.

Ab 2017 ein Team in Salzburg: Markus Hinterhäuser und Cecilia Bartoli.© apa/Roland Schlager Ab 2017 ein Team in Salzburg: Markus Hinterhäuser und Cecilia Bartoli.© apa/Roland Schlager

Wien. (irr) Nein, es gab kein Entkommen vor dem Gläschen. So sehr sich mancher Journalist am Freitagmittag auch um Distanz bemühte: Cecilia Bartoli, ebenso berühmter wie chronisch gut gelaunter Opernstar, ließ tablettweise Sekt im Hotel Imperial kredenzen - und die dortige Festgesellschaft dann nicht locker. Des Umtrunks Grund: Die italienische Mezzosopranistin hat ihren Vertrag mit den Salzburger Pfingstfestspielen verlängert. Der Publikumsmagnet wird dem Festival bis zum Jahr 2021 vorstehen.

Helga Rabl-Stadler, Präsidentin der Salzburger Festspiele (zu denen die Pfingst-Reihe gehört), dankte nicht zuletzt Alexander Pereira. Immerhin war es der - mit Rabl-Stadler nicht immer ganz harmonierende - Ex-Intendant, der Bartoli für das Viertage-Spektakel gewonnen hat. Und es war auch Pereira, der Rolex ins Sponsorenboot geholt hat. Der Uhrenhersteller, ohne den das Mini-Festival keine szenische Eigenproduktion stemmen könnte, hat seinen Vertrag ebenfalls bis 2021 verlängert.


Bartoli - sie bescherte dem Festival zuletzt eine Auslastung von 96 Prozent - freute sich am Freitag über ein unverhofft frühes Weihnachtsgeschenk. Die 48-Jährige will für Salzburg weiterhin "einzigartige Projekte" erarbeiten. Wie bisher sollen zu einem jährlich wechselnden Generalthema verschiedene Kunstformate, von der Oper bis zum Tanz, bespielt werden. Im nächsten Jahr steht die Gluck-Oper "Iphigénie en Tauride" im Festivalzentrum, die Hauptrolle ist - wie in der Vergangenheit - Chefsache. Die Karten für 2015 (Rabl-Stadler: "So etwas gibt’s auf der ganzen Welt nicht!") seien bereits zu 80 Prozent verkauft.

Markus Hinterhäuser, derzeit Leiter der Wiener Festwochen und ab 2017 auf dem Chefsessel der Salzburger Festspiele, lobt Bartoli über den grünen Klee: Sie sei nicht nur eine große Künstlerin. Mit ihren Programmen, die weit mehr vorstellten als ein Sammelsurium glamouröser Namen, beweise die Römerin "hohe dramaturgische und philologische Intelligenz".




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2014-11-28 17:26:08



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. täglich
  2. "Lucia di Lammermoor" mit hohen Tönen und niedriger Spannung
  3. "Hausaufgaben versauen die Lust"
  4. "Nicht heilig im herkömmlichen Sinn"
  5. Draufgehen mit Dringlichkeit
Meistkommentiert
  1. "Es war ohnehin ein Ausländer"
  2. Thomas Bernhard, noch immer - naturgemäß
  3. Unsoziale Medien
  4. Mit Facebook im Bett
  5. "Grâce à dieu": Den Schmerz zerreden

Werbung



Der Deutsche gab am Pult im Goldenen Saal des Musikvereins den Kapellmeister Deluxe.

Förderpreisgewinner Christoph Fritz mit Moderatorin Verena Scheitz und "vormagazin"-Chefredakteur Christoph Langecker. Peter Handke bei der Verleihung des 19. Wiener Theaterpreises "Nestroy" im Theater an der Wien. Hier mit dem Preis für sein Lebenswerk.

Neo-Viennale-Chefin Eva Sangiorgi (links) mit der Regisseurin des Eröffnungsfilms Alice Rohrwacher "Der Bauerntanz", entstanden um 1568.


Werbung