Stomp ist, wenn acht Leute über die Bühne wirbeln und dabei von Besen über Zippo-Feuerzeuge bis hin zu Waschbecken so ziemlich alle denkbaren und undenkbaren Gegenstände dazu benutzen, den Rhythmus, der sie innerlich antreibt, nach außen zu tragen.
Stomp ist, wenn das Publikum innerlich gar nicht sitzen bleiben möchte, sondern am liebsten aufspringen und mitmachen würde bei diesen Beats.
Stomp ist, wenn besagtes Publikum dann tatsächlich mitmachen darf, zumindest in Form von Klatschen, und schon dabei eindrucksvoll vor Augen geführt bekommt, dass selbst die einfach scheinenden Takte und Rhythmen der acht Stomper in Wahrheit alles andere als simpel sind und höchste Konzentration erfordern.

Stomp funktioniert auch im 24. Jahr

Und so beweisen die Performer Phil Batchelor, Shae Carroll, Omari Carter, Louise Durand, Emma King, Michael Landis, Sarah Lasaki, Angus H. Little, Guy Mandozzi, Peter Nielsen, Ian Vincent, Simon Watts und Penelope Wendtlandt, die aktuell in verschiedenen ZUsammensetzungen durch EUropa touren, dass das Konzept, das Luke Cresswell und Steve McNicholas 1991 entwickelt haben, auch im 24. Jahr immer noch funktioniert.
Die bunt zusammengewürfelte Truppe, deren Mitglieder aus Großbritannien, Irland Deutschland, Dänemark, den USA und Neuseeland stammen, zeichnet ihr blindes Einverständnis aus. Keine Rhythmus-Fuge, die nicht akkurat getrommelt, gestampft, geklatscht, geratscht oder ge-was-auch-immer-t würde. Keine Choreographie, die verpatzt wirken würde. Kein Ton, der nicht so klingt, als sollte er genauso klingen.
Selbst bei den neu entwickelten Nummern mit Einkaufswagen (man beachte den 5/4-Takt) und Installationsarmaturen. Wer dann nachher daheim selbst versucht, ein Abfluss-Flexirohr oder eine Zeitung ebenso zum Klingen zu bringen hat im Rückblick noch mehr Hochachtung vor den Stompern.