• vom 14.04.2015, 14:46 Uhr

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Kabarett

"Aramsamsam" - zwei Musikclowns im Cluburlaub




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Von Mathias Ziegler

  • Herbert Steinböck und Thomas Strobl setzen ihr Erfolgsprogramm "Tralala" fort.

Zwei Männer und ein Kinderlied: Herbert Steinböck (l.) und Thomas Strobl. Foto: Leo Bauer

Zwei Männer und ein Kinderlied: Herbert Steinböck (l.) und Thomas Strobl. Foto: Leo Bauer

Ein Kinderlied als Programmtitel - kann das gutgehen? Nun, wenn die Interpreten Herbert Steinböck und Thomas Strobl heißen und noch dazu Gerold Rudle gemeinsam mit Andreas Bartel Regie führt, ist zumindest eines gewiss: Das Publikum - Neigungsgruppe Cluburlaub - darf sich eine zweieinhalbstündige Clownerie erwarten, die vor nichts und niemandem zurückschreckt. Da werden sogar bauchfreie Clubtänze aus der Kinderdisko vorgehampelt.

Dem Programm merkt man jedenfalls an, dass es - zumindest laut Gründungslegende - im Cluburlaub entstanden ist (Stichwort: "Vooolleybaaall!!!"). Entsprechend tief fliegen die Gags. Aber das ist irgendwie in Ordnung, weil Steinböck und Strobl ja eigentlich schon im Titel klargestellt haben, von welchem Niveau aus sie starten - insofern kann es nur nach oben gehen. Und das tut es auch. Denn natürlich sind die beiden nicht bloß zwei flapsige Musikclowns, die irgendwas dahersingen und -tanzen. Sondern zwei gut aufeinander abgestimmte Musikclowns, bei denen jedes Wort, jede Note durchdacht ist.


Inhaltlich gehen zunächst der Frage nach, wann ein Hit ein Hit wird - und wann nicht. Später gibt es dann auch noch live auf der Bühne eine Lektion im Liebeslied-Dichten, bevor Thomas "Du kannst doch eh alles spielen" Strobl fürs Publikum die Jukebox gibt, ganz wie im Urlaubsclub. Womit sich der Kreis am Ende wieder schließt. Bis dahin muss das Publikum auch ein bissl mitmachen. Aber keine Angst, es tut nicht weh. Jedenfalls nicht mehr als "Vooolleybaaall!!!".

Steinböck & Strobl: Aramsamsam

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Dokument erstellt am 2015-04-14 14:50:05


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