Paulus Manker: "'Alma' ist nicht betroffen." - © apa/Herbert Neubauer
Paulus Manker: "'Alma' ist nicht betroffen." - © apa/Herbert Neubauer

Wien. (irr/greu) Seit Freitag steht fest: Schauspieler, Regisseur und Enfant terrible Paulus Manker muss sich mit einem Konkursverfahren herumschlagen. Der am 27. August beim Handelsgericht Wien bekannt gemachte Konkurs gegen Manker wird als "geringfügig" geführt, das bedeutet, dass das zur Konkursmasse gehörende Vermögen voraussichtlich nicht mehr als 50.000 Euro beträgt.

Keine Auswirkungen dürfte das Konkursverfahren auf Mankers berühmte "Alma"-Bühnenproduktion haben, die heuer ihr 20-jähriges Jubiläum feiert. Auf Anfrage der "Wiener Zeitung" stellt Manker klar: "Die Alma Theaterproduktion GmbH oder das Theaterstück ,Alma‘ ist von diesem Konkurs nicht betroffen."

Bei dem Verfahren dürfte es sich also um einen Privatkonkurs des Künstlers handeln, als Masseverwalter fungiert der Wiener Anwalt Matthias Schmidt, der aber noch keine Auskünfte geben kann. "Dafür ist es noch viel zu früh. Ich habe derzeit noch keinerlei Überblick, um welche und wie viele Gläubiger es sich handelt. Am 20. Oktober findet die Tagsatzung statt, bis dahin muss man abwarten, wer aller Gläubigerforderungen anmeldet", so Schmidt zur "Wiener Zeitung".

Paulus Mankers Produktion "Alma" wurde in zwei Jahrzehnten auf drei Kontinenten insgesamt fast 500 Mal aufgeführt und zählt zu den erfolgreichsten Stücken der heimischen Theatergeschichte.

Zuletzt lag Manker im Clinch mit Christian Blazek, dem Eigentümer der Wiener Neustädter Serbenhalle, in der "Alma" dieses und voriges Jahr aufgeführt wurde. Die Halle sei Manker kostenlos zur Verfügung gestellt worden. Laut "NÖN" vom 11. Mai 2015 hatten sich Manker und Blazek zerkracht, weil Gegenstände, die zum Stück gehört hätten, entfernt worden wären. Manker brachte darauf hin Besitzstörungsklage gegen Blazek ein - die Angelegenheit endete schließlich mit einem Vergleich, bei dem Blazek die Gerichtskosten zu zahlen und eine Kette für das Vorhängeschloss für Mankers Privatbereich zur Verfügung zu stellen hatte.