Das Nimmerland ist eines der seltsamsten Utopieorte der Literatur. Die Zeit steht dort still, Kinder werden nicht erwachsen, dafür haben sie wilde Begegnungen mit Piraten, Indianern, Nixen und anderen Fabelwesen.

1902 tauchte Peter Pan erstmals als literarische Figur in einem Roman für Erwachsene auf, zwei Jahre später verarbeitete Autor James Matthew Barrie das Sujet in einem Kinderstück. Seitdem hält der Siegeszug des Buben, der nicht erwachsen werden will, an: Zahlreiche Musicalfassungen (sogar von Leonard Bernstein) und Verfilmungen folgten. Dass eine Bühnenfassung von "Peter Pan" nicht unbedingt eine Ausstattungsorgie braucht, wie vor einigen Jahren etwa im Burgtheater, wo ein riesiges Schiff und bombastische Kostüme die Bühne dominierten, beweist die Aufführung im Dschungel, Museumsquartier.

Wenige Bühnenmittel wie Vorhänge, Leuchtketten, Taschenlampen genügen, um auf der Bühne Dschungelatmosphäre und Abenteuerlaune zu verbreiten. Regisseurin Julia Burger und Ausstatterin Sabine Ebner ist mit der Aufführung eine kompakte und mitreißende Umsetzung für Kinder ab sechs Jahren geglückt. Sven Kaschte ist ein lässiger Peter Pan, Mira Tscherne überzeugt als Wendy und das bewährte Tänzer-Trio Steffi Jöris, Maartje Pasman und Rino Indiono bewältigen mit Viviane Podlich sämtliche Nebenrollen. Besonders beeindruckend: Wie die Akteure mit vom Bühnenhimmel baumelnden Seilen abheben und durch den Bühnenraum schweben.

theater

Peter Pan

Dschungel Museumsquartier,

Wh.: 10. - 14. Dez., 20. - 24. Dez.,