Wien. Dem designierten Intendant der Wiener Festwochen, Tomas Zierhofer-Kin, "schwebt eine Politik der ausgebreiteten Arme vor, nicht die alte avantgardistische Idee, nach der alles immer wehtun muss". Die Festwochen sollten "eine Art Fleischwolf sein, ein Generator, in dem die Pop- und Massenkultur ebenso ihren Platz haben soll wie die Hochkultur", so Zierhofer-Kin in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil".

Wie die "Wiener Zeitung" bereits exklusiv berichtete, plant der künftige Intendant eine "Parsifal"-Uraufführung von Komponist Bernhard Lang in der Regie von Bilderstürmer Jonathan Meese. Neue Formate wie die "Akademie des Verlernens", ein politisches Clubfestival für experimentelle elektronische Musik und die Schiene "Performeum", die den Museumsbegriff ad absurdum führen soll, gab Zierhofer-Kin nun im "profil"-Interview bekannt.

Monika Gintersdorfer und ihr Performance-Team sollen Mozarts "Entführung aus dem Serail" gemeinsam mit der Salzburger Camerata und dem Dirigenten Jonathan Stockhammer realisieren. Susanne Kennedys Medea-Neufassung "Medea.Matrix" mit Birgit Minichmayr in der Titelrolle, die am 15. September bei der Ruhrtriennale uraufgeführt wird, soll in Wien gastieren.