• vom 10.11.2016, 11:30 Uhr

Bühne

Update: 10.11.2016, 12:50 Uhr

Kabarett

Thomas Maurer schafft das Triple, das Publikum wählte Oliver Baier & Co.




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Von Mathias Ziegler

  • Einer der bissigsten Satiriker des Landes hat erneut den Österreichischen Kabarettpreis gewonnen, diesmal für sein Programm "Der Tolerator". Der ORF reüssierte beim Online-Voting mit "Was gibt es Neues?".

Die Preisträger und Sponsoren des Österreichischen Kabarettpreises 2016. - © Moritz Ziegler

Die Preisträger und Sponsoren des Österreichischen Kabarettpreises 2016. © Moritz Ziegler

Vom Publikum gewählt: "Was gibt es Neues?"-Moderator Oliver Baier mit dem TV-Preis.

Vom Publikum gewählt: "Was gibt es Neues?"-Moderator Oliver Baier mit dem TV-Preis.© Moritz Ziegler Vom Publikum gewählt: "Was gibt es Neues?"-Moderator Oliver Baier mit dem TV-Preis.© Moritz Ziegler

Die Bissigkeit hat sich ausgezahlt. Für sein aktuelles Programm "Der Tolerator", in dem er das (Un-)Zumutbare erkundet, wurde Thomas Maurer, der zu den bissigsten Satirikern des Landes zählt, am Dienstagabend beim Österreichischen Kabarettpreis 2016 in der Wiener Urania mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Und zwar zum bereits dritten Mal nach 2003 und 2009.

Auch beim Programmpreis las man heuer einen bereits bekannten Namen: Hosea Ratschiller, der für "Der allerletzte Tag der Menschheit" (Musik: RaDeschnig) geehrt wurde, hatte nämlich bereits 2012 den Förderpreis bekommen. Da der Programmpreis heuer erstmals als eigene Kategorie vergeben wurde, kann man hier getrost von einem Double sprechen, denn der Programmpreis ist quasi aus dem bisherigen Förderpreis hervorgegangen.

Information

Österreichischer Kabarettpreis 2016
Hauptpreis: Thomas Maurer
Programmpreis: Hosea Ratschiller
Förderpreis: Lisa Eckhart
Sonderpreis: Gerhard Haderer
TV-Publikumspreis: "Was gibt es Neues?"

Gesponsert wird der Österreichische Kabarettpreis von HDI Versicherung, VHS Wiener Urania und "vormagazin".
ORF eins überträgt die Preisverleihungsgala zeitversetzt am 18. November ab 23:35 Uhr.

Poetry Slammerin Lisa Eckhart bekommt Kabarett-Förderpreis

Der Förderpreis selbst ging aber tatsächlich an eine absolute Newcomerin: Die 23-jährige Steirerin Lisa Eckhart, die mittlerweile in Berlin lebt, kommt ursprünglich vom Poetry Slam, hat aber gleich mit ihrem ersten Kabarettprogramm "Als ob Sie Besseres zu tun hätten" für Furore gesorgt. Und damit bewiesen, dass Poetry Slam auch auf Kabarettbühnen funktionieren kann, "wenn man dem Publikum nicht unbedingt auf die Nase bindet, dass es Slam-Texte hört", wie sie im "Wiener Zeitung"-Interview meint.

Einen Grandseigneur wiederum hat die Jury, die sich aus Kulturjournalisten zusammensetzt, mit dem (undotierten) Sonderpreis ausgezeichnet: Der Karikaturist Gerhard Haderer wurde für sein Lebenswerk geehrt, oder wie es der Verein Österreichischer Kabarettpreis ausdrückt: "Dieser Preis geht an Menschen, die sich um die Satire in Österreich beziehungsweise im deutschsprachigen Raum verdient gemacht haben. Sei es als Künstler (ohne Spartenbeschränkung) oder als Förderer."

Publikum wählte Oliver Baiers ORF-Rateteams als TV-Preisträger

Erstmals wurde heuer auch ein TV-Publikumspreis gewählt. Der Preisträger wurde via Internet-Abstimmung auf www.kabarettpreis.at aus insgesamt neun TV-Formaten gekürt (und wurde im Gegensatz zu den anderen erst in der Urania live bekanntgegeben). Dabei konnte sich die regelmäßig  mit prominenten Kabarettisten besetzte ORF-Produktion "Was gibt es Neues?" gegen acht andere österreichische Formate wie "Sehr Witzig?!" (Puls4) oder "Wir sind Kaiser" (ORF) durchsetzen. Moderator Oliver Baier nahm den Preis stellvertretend für seine Rateteams, aber auch für die dahinterstehende Redaktion entgegen.





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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2016-08-18 17:22:52
Letzte Änderung am 2016-11-10 12:50:25


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