Wien. Der deutsche Theatermacher Frank Castorf erhält 2016 den Nestroy-Preis für sein Lebenswerk. Der 65-Jährige gehört zu jenen drei bereits fixierten Preisträgern, die der Wiener Bühnenverein am Dienstag bekanntgab. Der Autorenpreis geht an Yael Ronen für "Lost and Found" am Volkstheater; die "Beste Ausstattung" lieferte Harald B. Thor für "Wassa Schelesnowa" am Burgtheater.

Die 17. Verleihung der Theaterpreise findet am 7. November im Ronacher statt und wird heuer von Steffi Krautz und Markus Meyer moderiert. Das Buch dafür schreibt Hans Rauscher, der "weder Wahlkampf noch Nestroy, weder Populismus noch Internet, weder Demokratie noch das Fehlen derselben" auslassen werde, verspricht Volkstheater-Intendantin Anna Badora, die heuer die Schirmherrschaft der Gala innehat.

Burgtheater stark vertreten


Gleich 13 von 36 Nominierungen (in zehn Kategorien) verzeichnet das Burgtheater. Dabei sticht vor allem John Hopkins "Diese Geschichte von Ihnen" in der Regie von Andrea Breth am Akademietheater hervor: Sowohl August Diehl als auch Nicholas Ofczarek sind als beste Schauspieler nominiert (genauso wie Michael Maertens für "Der Revisor), Breth selbst ist im Rennen für die beste Regie. Zwei Burg-Aktricen sind Anwärterinnen für den Preis für die beste Schauspielerin (Stefanie Dvorak und Caroline Peters). Auch der "beste weibliche Nachwuchs" könnte aus der Burg kommen, hier ist Marie-Luise Stockinger nominiert, auf männlicher Seite geht Tino Hillebrand ins Rennen. Zweimal ist das Burgtheater außerdem in der Kategorie "Beste Nebenrolle" vertreten, nämlich mit Joachim Bißmeier ("Endspiel") und Martin Reinke ("Die Wiedervereinigung der beiden Koreas"). Das Volkstheater ist vier Mal auf der Nominierungsliste, darunter mit Stefanie Reinsperger als "Beste Schauspielerin" und Rainer Galke als "Bester Schauspieler".