Vor vier Jahren haben Andreas und Chris Ehrlich die ersten Illusionen für ihre neue Show "Faszination" entwickelt, mit der sie jetzt auf Tour sind, die sie demnächst auch nach Österreich führt. "Es ist eine völlig neue Show, bei der wir nur ein, zwei Illusionen vom vergangenen Programm im Vorjahr übernommen haben", sagt Chris Ehrlich (34), der schon als Kind gemeinsam mit seinem Bruder Andreas (39) mit der Zauberei begonnen hat. Nachdem in "Magie - Träume erleben" ein Motorrad aus einem iPad aufgetaucht ist, "lassen wir diesmal einen ganzen Monster-Truck erscheinen, teleportieren Schwiegermütter weg, mein Bruder schrumpft mich auf Zwergengröße - es gibt also viele weltweit einmalige Illusionen", verspricht Chris Ehrlich im Gespräch mit der "Wiener Zeitung".

Allein an der Autonummer haben die beiden Magier, die vor einem Monat vom Magischen Zirkel in Deutschland bereits zum dritten Mal als Zauberkünstler des Jahres ausgezeichnet wurden (nach 2004 und 2013), zwei Jahre lang gearbeitet, parallel zur laufenden Show. "Es ist aber nicht so, dass wir jetzt nur noch Technik-Tricks zeigen", betont Chris Ehrlich. "Die klassische Fingerfertigkeit bei kleinen Zaubereien spielt auch eine wichtige Rolle. Die fasziniert die Menschen ja mindestens genauso wie eine große, spektakuläre Illusion, die es eben fürs Publikum weiter hinten im Saal auch braucht."

Andreas Ehrlich (r.) lässt seinen Bruder Chris schrumpfen. - © Sebastian Drueen
Andreas Ehrlich (r.) lässt seinen Bruder Chris schrumpfen. - © Sebastian Drueen

Von den Städten, in denen sie zaubern, bekommen die Ehrlichs nicht viel mit: Untertags bereiten sie in der jeweiligen Halle die Show vor, nachts schlafen sie auf der Fahrt zum nächsten Auftritt im Tourbus. "Wir könnten uns vielleicht mehr herausnehmen", meint Chris Ehrlich, "aber wir geben einfach immer 100 Prozent. Das sind wir einfach den Leuten schuldig, die sich schon vor Monaten oder im vorigen Jahr ihre Karten gekauft haben."