• vom 02.06.2017, 06:52 Uhr

Bühne


Deutschland

Abschieds-Jubel für Castorf an der Volksbühne Berlin




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Von WZ Online, APA, dpa

  • Dostojewski-Collage als letzte Inszenierung als Intendant.

Berlin. Der zum Ende dieser Spielzeit scheidende Intendant Frank Castorf hat am Donnerstagabend seine letzte Inszenierung an der Berliner Volksbühne vorgestellt. Zum Abschluss seiner 25-jährigen Zeit als Chef des Theaters wandte er sich erneut seinem Lieblingsautor Fjodor M. Dostojewski zu. Dessen Erzählungen "Ein schwaches Herz" und "Bobok" sowie Michail Bulgakows Satire "Iwan Wassiljewitsch wechselt den Beruf" verwob er zu einem assoziationsreichen Kaleidoskop über die Unerreichbarkeit dauerhaften Glücks.

Für Castorf-Verhältnisse fällt der mit Volksbühnen-Stars wie Kathrin Angerer, Jeanne Balibar, Frank Büttner und Sir Henry prominent besetzte Abend recht kurz aus: Er dauert lediglich vier Stunden ohne Pause. Einige Zuschauer verließen die Premiere dennoch vorzeitig. Der Großteil aber blieb und applaudierte am Ende kräftig. Es stellte sich allerdings der Eindruck ein, der Beifall und der Jubel galten eher Frank Castorf selbst als der Inszenierung.

Castorfs Intendanz endet im Sommer mit dem Antritt von Chris Dercon als neuem Leiter des Theaters. Castorf wird in Zukunft als freischaffender Regisseur arbeiten. Geplant ist beispielsweise jährlich eine Inszenierung am Berliner Ensemble unter dem neuen Intendanten Oliver Reese. Als erstes will Castorf dort im Dezember seine Version von Victor Hugos Drama "Les Misérables" ("Die Elenden") herausbringen.





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Dokument erstellt am 2017-06-02 08:54:02


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